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Caridina japonica / multidentata - Amanogarnele 10 Stück
 
Amanogarnele - Top - Algenfresser
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    Herkunft: Taiwan
    PH: 5-8
    GH: 2-20 °dGH



    Caridina japonica/multidentata

    Amanogarnele - Caridina japonica (multidentata)


    Systematische Zuordnung

    Die Amanogarnele gehört zu den Süßwassergarnelen und gilt als die wohl bekannteste Zwerggarnele in der Aquaristik. Lange Zeit wurde sie unter dem wissenschaftlichen Namen Caridina japonica geführt. Als man erkannte, dass diese Bezeichnung ein Synonym ist, änderte man ihn gemäß den international geltenden wissenschaftlichen Nomenklatur-Regeln auf den in der Erstbeschreibung vergebenen Artnamen Caridina multidentata ab. Allerdings erscheint die Art im Handel bisweilen noch unter ihrer alten Bezeichnung. Im Deutschen wird die Amanogarnele auch Yamatonuma-Garnele, Yamato-Süßwassergarnele, Yamato-Garnele oder Japanische Süßwassergarnele genannt. Der erste, der diese Garnelen als Algenputzkolonnen entdeckte und in seinen faszinierenden Naturaquarienbecken einsetzte, war der japanische Fotograf, Aquarianer und Begründer des Aquascaping Takashi Amano. Da er diese Garnele bekannt machte und damit in der Aquaristik etablierte, nennt man sie heute meistens nach ihrem Wegbereiter Amanogarnele. Von Japan aus trat Caridina multidentata ihren Siegeszug in europäische Aquarien an, aus denen sie heute nicht mehr wegzudenken ist.

    Wichtigste Kennzeichen

    Der Körper der Amanogarnelen ist leicht transparent oder auch, abhängig vom Huminsäuregehalt des Wassers, hell rötlichbraun- durchscheinend gefärbt. An den Seiten weist er linienförmige Punktreihen auf. Die Tiere erreichen ausgewachsen eine Länge von fünf bis sechs Zentimetern. Generell sind die Weibchen etwas rundlicher und kompakter gebaut und ein Stück größer als die Männchen. Des weiteren zeigen sie an den Flanken eine deutliche Strichzeichnung, Männchen hingegen eine Punktmusterung. Auch besitzen die Weibchen, verglichen mit den Männchen, größere Bauchtaschen am Hinterleib. Je älter die Garnelen werden, desto deutlicher sind diese Geschlechtsunterschiede ausgeprägt. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist der im Nackenbereich oft zu sehende Laichansatz der Weibchen, der als dunkler Fleck, je nach Entwicklungsstadium, relativ gut zu erkennen ist. In Gefangenschaft werden diese Garnelen bis zu acht Jahre alt.

    Natürliches Vorkommen, Lebensraum, Lebensweise

    Caridina multidentata stammt aus Ostasien und zwar aus dem südlichen Teil Zentraljapans. Sie lebt dort im Delta von Flüssen mit mäßiger bis starker Strömung, die in den Pazifik münden, meist verborgen zwischen Pflanzengestrüpp, und betätigt sich als Allesfresser. Für die Fortpflanzung ist sie jedoch auf Seewasser angewiesen, da ihre Larven Salzwasser benötigen, um zu Adulttieren heranzuwachsen. Die Weibchen begeben sich, nachdem ihre befruchteten Eier reif sind, die Flüsse abwärts ins Salzwasser. Dort setzen sie nach einer Tragzeit von circa vier bis sechs Wochen bis zu 2000 winzig kleine, nur 1,5 mm lange Larven (sog. Zoea-Larven) ab und begeben sich danach wieder zurück ins Süßwasser. Diese Gelege produzieren die Weibchen circa alle vier bis sechs Wochen. Ihre Larven können sich nur im Brackwasser weiter entwickeln. Sie durchlaufen in den nächsten vier bis fünf Wochen zahlreiche (bis zu 20) Larvenstadien, bis sie zu Garnelenbabies herangewachsen sind. Während dieser Zeit ernähren sie sich von Plankton. Sobald sie eine Länge von einem Zentimeter oder mehr erreicht haben und fertig entwickelte Junggarnelen sind, wandern sie die Flüsse wieder hinauf, um im Süßwasser zu leben und sich dort zu paaren. Dann beginnt der Kreislauf von neuem...

    Haltung

    An Amanogarnelen entdeckte man einst, dass Garnelen nicht nur hübsch, sondern für Aquarianer auch sehr nützlich sind. Sie ernähren sich nämlich zur Hauptsache von Algen und werden deshalb in Aquarien gerne zur Algen-Bekämpfung eingesetzt. Die Kiesel des Bodengrundes weiden sie fein säuberlich ab. Die Beckenscheiben vermögen sie jedoch nicht zu reinigen, da sie am senkrechten Glas keinen Halt finden. Aber ansonsten ist ihre Fressleistung wirklich phänomenal und mit absolut keiner anderen Garnelenart zu vergleichen. Als Faustregel gilt, dass vier Amanogarnelen je 10 Liter Wasservolumen ein nahezu dauerhaft algenfreies Aquarienbecken garantieren.
    Heute ist die Amanogarnele eine der beliebtesten Garnelenarten in deutschen Aquarien, was sie vermutlich, neben ihrer Nützlichkeit als bestbekannte „ Algen-Fressmaschine“, ihrem hübschen Aussehen mit den dunklen Pünktchen verdankt, aber auch ihrem drolligen und faszinierenden Verhalten. Wer sie einmal richtig kennengelernt hat, gibt sie auch dann nicht wieder her, wenn sich keine einzige Alge mehr im Becken befindet. Ihr vitales, ständiges Aktivsein, ihre Keckheit und auch ihre Friedlichkeit im Umgang mit Artgenossen und Beifischen begeistern immer wieder und liefern jede Menge spannendes und oftmals erheiterndes Beobachtungsmaterial. Diese kleine Garnele hat schon manchen eingeschworenen Fischfan zum Shrimps-Afficionado gemacht. Es ist immer wieder faszinierend, wie das kleine Wuseltier veralgte Steinchen oder Hölzer abnagt. Gibt es Flockenfutter, kratzt jede Garnele blitzschnell ihr eigenes Futterpaketchen zusammen und zischt damit ab. Auch Wels-Tabs oder Granulat-Futter werden aufgelesen, um damit hurtig irgendwo zwischen Pflanzen zu verschwinden und dort in aller Ruhe genüsslich zu speisen. Vier Miniatur-Borstenscheren dienen der Nahrungsaufnahme und befördern mit graziler Emsigkeit kontinuierlich Nahrungsbröckchen zum Mundorgan. Insgesamt sechs kleine Schreitbeinchen sowie fünf ventral-abdominale Schwimmbeinchenpaare dienen der Fortbewegung. Das zweite, etwas verlängerte Antennenpaar weht dabei, wie ein kleines Fähnchen, anmutig im „Fahrtwind“ der Schwimmspur.
    Die Haltung der Amanogarnele im Aquarium ist recht einfach und unkompliziert, da sie als typischer Allesfresser im Futter nicht wählerisch ist und sich mit Algen und heruntergefallenen Bröckchen und Resten begnügt. Becken ab 20 Liter, besser jedoch ab 60 Liter, gelten als geeignet. Wichtig ist, dass diese gut eingefahren sind (mindestens zwei bis drei Wochen) und stabile Wasserwerte aufweisen. Wie alle Garnelen reagiert die Amanogarnele empfindlich auf zu hohe Nitrit- und Nitratwerte.
    Als Gruppentier darf man diese Art nicht allein halten. Ein 60-Liter-Becken kann man mit 10-20 Tieren besetzen, was eine gute Gruppengröße darstellt. Da die Amanogarnele sehr verträglich ist, kann man sie problemlos mit anderen Zwerggarnelen und friedlichen kleinen und großen Zierfischen vergesellschaften. Die Temperatur sollte bei 16 bis 28 Grad liegen, der ph-Wert bei 6,0 bis 8,0, die Gesamthärte des Wassers bei bis zu 20 Grad dgH, die Karbonhärte bei bis zu 16 Grad dH. Als größere Gruppe macht sich die helle Amanogarnele am besten in gut bepflanzten Becken mit dunklem Untergrund (Sand oder feinem Kies). Mit einigen feinfiedrigen Wasserpflanzenbüscheln, Javamoos auf Wurzelholz und ein paar Mooskugeln im Vordergrund wäre die Bepflanzung perfekt. Etwas Strömung darf auch vorhanden sein. Obwohl sie gerne im ganzen Aquarium umher schwirrt, hält sich die kleine Garnele bevorzugt im mittleren Bereich auf, zumindest solange, wie es am Boden nichts zu holen gibt. Als Futter wird, neben Algen, spezielles Garnelenfutter (feine Shrimps-Flocken), Spirulina-Pulver, Futtertabletten, Granulatfutter, Fallaub und Gemüse empfohlen. Gefressen wird aber auch Zierfisch- und Frostfutter. Gelegentlich darf man außerdem tierische Ergänzungskost in Form von Artemia, Cyclops oder kleinen schwarzen Mückenlarven reichen.

    „Pseudo-Amanos „

    Die Aufzucht von Armanogarnelen ist, im Gegensatz zur Haltung, im Süßwasser-Aquarium nicht möglich, da die Larven einen marinen Entwicklungszyklus durchlaufen müssen. Fortpflanzungserfolge, die in der aquaristischen Literatur herumgeistern und bei Haltung in Süßwasseraquarien angeblich gelungen sein sollen, beziehen sich vermutlich auf eine andere, dieser Garnele sehr stark ähnelnde Art, die jedoch in Osttaiwan beheimatet ist oder auf eine Unterart namens Cardinia multidentata sikokuensis, die ebenfalls in küstennahen Gebieten Japans vorkommt oder auf eine weitere Unterart, die noch nicht beschrieben wurde, möglicherweise auch auf eine Hybride zwischen Caridina multidentata und einer anderen Caridina-Art. Aquarianer haben jedenfalls beobachtet, dass diese „Pseudo-Amanos“ meist ein kürzeres Rostrum besitzen und vor allem dadurch auffallen, dass sie lange nicht so aktiv und leidenschaftlich Algen ab weiden, wie das die echten Amanogarnelen tun sowie auch insgesamt in ihrem Verhalten viel träger sind.

    Fortpflanzung und Zucht

    Will man wirklich echte Amanogarnelen züchten, so kommt man um eine Simulation der natürlichen Verhältnisse nicht herum und benötigt ein zweites Becken (Aufzuchtbecken) mit Salz- bzw. Brackwasser. Die Vermehrung beginnt bei den Weibchen mit der Bildung von Laich im Nackenbereich, denn dort liegen bei diesen die Eierstöcke. Zum Heranwachsen benötigen die Eier etwa vier bis sechs Wochen. Sobald diese ausgereift sind, häutet sich das Weibchen und gibt dabei Sexuallockstoffe (Pheromone) ins Wasser ab. Durch diese werden die geschlechtsreifen Männchen angezogen und sausen wie wild durchs Becken (sog. Paarungsschwimmen). Manchmal wird davon die ganze Gruppe angesteckt, und dann flitzen und wuseln auf einmal alle völlig aufgedreht durchs Wasser und schießen wie kleine Torpedos hin und her. Wenn ein Garnelenmännchen ein paarungsbereites Weibchen aufgespürt hat, versucht es, sich im Nackenbereich desselben festzuklammern, während das Weibchen sich seinerseits bemüht, jegliche Annäherung mit Hinterleibsschlägen kokett abzuwehren. Das Männchen hebt den Schwanz so hoch wie es nur irgend kann, um den Schlagbewegungen des Weibchens auszuweichen. Sobald dieses einige Sekunden Pause einlegt, gleitet das Männchen links oder rechts am Weibchen hinunter und heftet sodann, in seitlicher Hängeposition, mit den Begattungsorganen am ersten Schwimmbeinpaar (sog. Endopoden) kleine Samenpakete an die Geschlechtsöffnung des Weibchens an. Nachdem dies alles vollbracht ist, trollt es sich wieder und schwimmt von dannen. Kurze Zeit später presst das Weibchen mit krümmenden Bewegungen die Eier in Richtung Schwimmbeine in seine Bauchtaschen am Hinterleib. Dabei lösen sich die gelartigen Samenpakete des Männchens auf und befruchten diese.
    In den Bauchtaschen des Weibchens verweilen die Eier bis zum Schlüpfen der Larven, was etwa vier bis fünf Wochen dauert. Für kurze Zeit kann man die frischgeschlüpften Mini-Amanos noch im Süßwasserbecken belassen, aber nicht lange, denn nach allerspätestens zwei bis drei Tagen müssen sie in Salzwasser (Brackwasser) überführt werden, weil sie sonst eingehen. Im Aufzuchtbecken sollte ein Salzgehalt von circa 1,6-3,5 % (25 Gramm Salz je Liter Wasser) herrschen. Auch muss mikroskopisch kleine Nahrung vorhanden sein, zum Beispiel in Form von einigen Tropfen Liquizell. Die Larven reagieren phototaktisch. Sie streben immer zum Licht hin. Solange sie in einer Art 90-Grad-Winkel durchs Wasser schwimmen oder stramm in der Strömung stehen, ist alles in bester Ordnung, und man kann davon ausgehen, dass sie genügend Nahrung aufnehmen. Man füttert ein über den anderen Tag jeweils 15-30 Tropfen Liquizell im Wechsel mit pulverisierten
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